105. Berliner Sechstagerennen

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105th Berlin Six-Day Race

Wenn es im Winter kalt ist und man sich ungern draußen aufhalten möchte, lockt das Berliner Sechstagerennen die Fans in das überdachte Lattenrund, um bei ausgelassener Stimmung spannenden Spitzensport zu sehen. Seit jeher gehören verschiedene Radsport-Wettkämpfe zum Sechstagerennen, darunter Steher-, Derny- und Sprint-Rennen.

Traditionsreiche Veranstaltungsorte

Das Bahnradrennen nach dem Vorbild der Radrennen in England und den USA kann mittlerweile auf eine über 100-jährige Tradition zurückblicken. Erstmals fand es 1909 in einer Ausstellungshalle am Zoologischen Garten statt. Ab 1911 wurde es im beliebten Berliner Sportpalast ausgetragen und zog auch internationale Radsportler wie Piet van Kempen, den „fliegenden Holländer“, an. 1924 stellten Richard Huschke und Franz Krupkat den Weltrekord von 4544,2 Kilometern auf, der heute immer noch legendär und unübertroffen ist. Der tödliche Zusammenstoß von Rudi Mirke und Gerard van Beek von 1951 blieb glücklicherweise eine Ausnahme.

Nach dem Abriss des Sportpalastes im Jahr 1973 zogen die Sixdays in die Deutschlandhalle und 1999 schließlich in das neue Velodrom an der Landsberger Allee. Dieser Ort kann ebenfalls auf eine traditionsreiche Radsport-Vergangenheit zurückblicken, denn an der Stelle des Velodroms stand früher die Werner-Seelenbinder-Halle, in der die Ost-Berliner Sechstagerennen stattfanden.

Spitzensport und Entertainment

Nicht nur das Aufgebot von erstklassigen nationalen und internationalen Profisportlern macht die Berliner „Sixdays“ zu einem beliebten Event, sondern natürlich auch das attraktive Show- und Unterhaltungsprogramm. Prominente geben sich bei dem Berliner Sechstagerennen ein Stelldichein: Ob Jan Josef Liefers, Robert Harting oder Wladimir Klitschko – am Startschuss der jeweiligen Sixdays sind traditionell Personen des öffentlichen Lebens beteiligt. Diese Mischung zieht jährlich etwa 75.000 Besucher an – so viel wie nirgendwo sonst auf der Welt.

von: visitberlin.de